Kassel hat neues Prinzenpaar

Martin Waßmuth (29) und Nina Minkler (26) sind ab dem 11.11. das neue Prinzenpaar der „Gemeinschaft Kasseler Karnevalgesellschaften“ (GKK) sein. Sie werden eines der jüngsten Prinzenpaare in der 60-jährigen Geschichte der Dachorganisation aller Karnevalisten in Kassel sein. Martin Waßmuth kennt die Volksfeste gut, war er doch drei Jahre lang Kirmesvater der Waldauer Enten-Kirmes. Nina Minkler stand schon mit sechs Jahren auf der Bühne. Ein Jahr lang werden Sie den Karneval, aber auch die Stadt Kassel bei Volksfesten, dem Hessentag und anderen Veranstaltungen vertreten. Ihr ehrenamtliches Engagement spielt sich zwischen Feuerwehr und Enten-Kirmes, Karneval und Tanzsport ab. Das Prinzenpaar bittet die Karnevalsvereine, auf Blumengeschenke bei ihren Besuchen zu verzichten. Stattdessen sammeln beide für das Kinderpalliativteam „Kleine Riesen Nordhessen“. Zu jedem Prinzenpaar gehört auch ein Begleiterpaar, das für die Terminkoordinierung, Fahrdienste und Unterstützung bei Veranstaltungsbesuchen zuständig ist. Angela Minkler und Michael Stubbesind erfahrene Karnevalisten und waren auch schon Teil eines Prinzenpaares.

Im leben auch ein Paar, jetzt Prinzenpaar

Martin Waßmuth arbeitet als Qualitätsbeauftrager bei Volkswagen in Baunatal. Geboren wurde er im Kasseler Stadtteil Waldau, wo er auch lebt. In dritter Generation engagiert er sich in der Freiwilligen Feuerwehr. Schon mit 10 Jahren war er dabei, und heute hat er es zum stellvertretenden Wehrführer gebracht. Seit er 17 ist gehört er auch zu den Kirmesburschen der Waldauer Enten-Kirmes. Eine schöne Tradition, denn alle Kirmesburschen sind bei der Feuerwehr. Gerne wird er als „technischer Direktor“ der Enten-Kirmes bezeichnet, denn er kümmert sich um die Vor- und Nachbereitung, die Ausstattung der Zehntscheune und die Dekoration. Den „Hut“, besser gesagt einen Zylinder, hatte er von der 47. bis zur 49. Waldauer Enten-Kirmes als Kirmesvater auf. Seit 2015 ist Waßmuth auch Mitglied bei der Karnevalgesellschaft „FuWi“, tanzt dort beim Männerballett mit. Seine Freundin Nina lernte er dort 2012 kennen, als sie mit ihrem Karnevalsverein in der Waldauer Zehntscheune die Gala-Sitzung feierten. Drei Jahre lang sahen sich beide zwischen Kirmes und Aschermittwoch regelmäßig, seit 2015 sind sie ein Paar, leben in Waldau. Und jetzt sind sie das Prinzenpaar.

Beide werden sich prima ergänzen, sagen sie übereinander. Martin Waßmuth: „Sie hat immer Hunger, ich bin der Ruhepol.“ Und was sagt sie dazu: „Er ist spontan, ich habe ein super Zeitmanagement“, so Nina Minkler. Von diesem Organisationstalent kündet auch, dass das Kostüm des Prinzenpaares schon seit September fix und fertig im Schlafzimmer hängt. „Das wir eine aufregende und schöne Zeit, die wir als Paar erleben werden“, ist sich Nina Minkler sicher. Als Nina geboren wurde, füllte ihr Vater gleich den Aufnahmeauftrag in den Karnevalsverein aus. Mit Sechs war sie in der Kindergarde, danach als Marsch- und Schautänzerin aktiv, seit 10 Jahren ist sie selber Trainerin. Seit zwei Jahren ist sie auch als Büttenrednerin aktiv. Schon jetzt kann man sie getrost anerkennend als karnevalistische Allzweckwaffe bezeichnen. Der Karneval liegt ihr im Blut und ganz freimütig gibt sie zu, dass sie Karnevalsorden sammelt. Tanzen ist Leidenschaft und so heißt auch ihr Lebensmotto „Ein Tag ohne Tanzen ist ein verlorener Tag.“

Wenn sie nicht gerade beim Karneval aktiv ist, geht die leidenschaftliche Saunagängerin gerne mit ihrem Freund ins Auebad und Kino. An Kassel mag die Optikerin, dass man auch ohne Auto überall hin kommt und dass es in der Innenstadt immer noch viele Einzelhändler gibt.

Junges Prinzenpaar im Jubiläumsjahr

„Nina und Martin vertreten die junge Generation der Karnevalisten, wissen aber auch altbekannte Werte und Traditionen zu pflegen. Dabei zeigen sie die Gemeinsamkeit der Kasseler Volksfeste und werden deshalb ein guter Repräsentant der Kasseler Karnevalsgesellschaften sein“, so Lars Reiße, Präsident der GKK. Nina Minkler: „Wir haben zwar ein Prinzenpaarkostüm an, aber wir wollen wir selbst bleiben und keine fremde Rolle spielen. Authentisch sein, das ist uns wichtig. Wir sind ein junges Prinzenpaar und wir wollen deshalb auch einen besonderen Zugang zu jungen Leuten in Kassel finden und ihnen den Karneval näher bringen.“

Das Prinzenpaar freut sich besonders auf die drei „tollen Tage“ von Weiberfastnacht bis zum Aschermittwoch. „Aber auch die Eröffnungssitzungen zwischen dem 11.11. und dem 1. Advent werden wir voller Spannung besuchen, weil dann viele Beiträge Premiere haben und man sie erstmals erleben kann. Das ist aufregend“, so Nina Minkler. Martin Waßmuth hofft besonders, dass der Festumzug am Karnevalssamstag wieder viele aktive Gruppen, Vereine und Musikgruppen vom Kindergarten bis zu Sportfans karnevalistisch bunt in der Innenstadt vereint.

 

Drei Fragen an das Prinzenpaar

An Kassel mögen wir, ….die Mischung aus Dorf und Stadt mit viel Grün.

Karneval bedeutet für uns, …durch ehrenamtliches Engagement Freude schenken.

Wenn wir an den Aschermittwoch denken, …hoffen wir, bis dahin viele interessante Menschen getroffen zu haben und ein tolles Programm der Karnevalsvereine erlebt zu haben.

Weitere Informationen findet man unter www.facebook.de/karnevalkassel

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