Gedanken zum Start der Session 2020/21 von Ehrensenator Pfarrer Dirk Stoll

Die neue Session hat begonnen.

Eine Session, die anders ist als alle, die wir je erlebt haben.

Denn auch die Session ist von der Pandemie betroffen, die sich weltweit ausbreitet.

Leider. Auch ich hatte mich gefreut auf neue Tanz-Highlights, gut gesetzte Worte, auf die Prinzenproklamation (bei der ich dann auch wieder – natürlich in männlicher Runde – im Elferrat sitzen würde), auf Orden, schön geschmückte Sitzungssäle, Rathaussturm, StaVo, Schunkelrunden, Umarmungen und so vieles mehr, was zum Kasseler Karneval dazugehört.

Aber die derzeitige Situation zwingt uns, darauf zu verzichten. Zu unser aller Schutz. Die Gefahr, sich bzw. Andere anzustecken, ist zu hoch. Da haben wir auch Verantwortung – übrigens auch eine Eigenschaft von „Narren“, die sich eben nicht nur „närrisch“ benehmen (in dem Sinne, wie ihn meine Großmutter gebrauchte).

Damit befinden wir uns auch in guter biblischer Tradition (und schließlich hat der Karneval ja auch in solcher Tradition seine Wurzeln): So führt der Apostel Paulus aus, dass uns zwar alles erlaubt ist, aber eben nur so weit, soweit es zum Guten dient, soweit es „aufbaut“. Niemand suche das Seine, sondern was dem anderen dient (1Kor 10,23f).

Und da keinem damit gedient ist zu erkranken, müssen wir eben in den sauren Apfel beißen und in dieser Session auf so vieles verzichten – aus „gutem Grund“.

Und dieser ist gegeben, weil nämlich auch in einer solchen Pandemie Gott mit uns ist – auch wenn es dem bei vielen Menschen verbreiteten Bild vom „lieben“ Gott zu widersprechen scheint, dass so etwas möglich ist.

So begleitet uns sein guter Segen auch durch diese Session.

 

So bleibt mir schlussendlich zu sagen:

Fühlt euch also von Gott getragen

Bleibt in der Krise würdevoll.

Helau, Alaaf – Euer Dirk Stoll.

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